Dienstag, 4. September 2007
Kapitel 15
„Mein Gott, was passiert da bloss?“ zitternd versteckten sich Leo und Silina hinter einem dicken Stamm und verfolgen staunend das imposante Schauspiel. Der Besen blitze noch immer und hatte sogar noch angefangen zu vibrieren. Das vibrieren verwandelte sich in ein wildes auf und ab Gehüpfe und endete mit einem rasanten Steilflug in den Himmel. Nach einigen Sekunden in denen nichts und niemand im Wald ein Geräusch zu machen sich traute, schoss der Besen wieder auf den Boden zurück und blieb ruhig liegen. „Oh, ich glaube er fliegt.“ Leo konnte ihre Stimme nur schwer beherrschen. „Leo, ich bin ja so stolz auf dich, ich wusste, dass du das hinkriegst!“ fröhlich quiekend tanzte Silina um den Baum. Leo konnte sich dem Freudentanz ihrer Freundin nicht anschliessen, sie war noch zu erstaunt darüber, dass sie das unmögliche Wahr machen konnte. Still sass sie an den Stamm gelehnt und zermarterte sich das Gehirn, wie sie das nur hingekriegt hatte. Und vor allem, wie sie den Besen fliegen lassen konnte, ohne mit Überschallgeschwindigkeit zu den Sternen geschossen zu werden. Silina merkte in ihrem Freudentaumel nichts von der Nachdenklichkeit von Leo und rannte zum Besen um ihn mal auszuprobieren. „Nein, fass ihn nicht an!“ schrie Leo, doch es war schon zu spät. Silina hatte sich ihr neues Fortbewegungsmittel bereits zwischen die Beine geklemmt und schoss sekundenspäter bereits laut schreiend durch die Abenddämmerung. Verzweifelt verfolgte Leo vom Boden aus den wilden Ritt von Silina durch die Lüfte, zwischen den Baumwipfeln hindurch. Das Schreien verwandelte sich bald in begeistertes Jubeln und Silina schwebte gekonnt zwischen den Bäumen hinab auf den Waldboden. „Leo, das ist das beste, was ich je erlebt habe. Ich hatte noch nie solchen Spass. Komm, setz dich hinter mich, wir machen gemeinsam einen kurzen Ausflug.“„Bist du sicher, dass du weißt wie man damit umgeht? Also, weißt du, ich habe das dir noch nie gesagt, aber ich leide unter schrecklicher Reisekrankheit, und....“ da nur Leo wusste wie schlimm es um ihre Zauberkünste stand, hatte sie absolut kein Bedürfnis, ihren Zauberbesen auszuprobieren. „Ach, du hast doch nicht etwa Angst?“ belustigt flog Silina ein paar Kreise um Leo. „Ich und angst, Neeeiiinnn, ich habe doch keine Angst...“ Leo malte mit ihrer Schuhspitze einige Kreise auf den Boden. „Ich möchte bloss jetzt grad nicht fliegen. Es ist eh schon dunkel und da können wir eh nichts sehen. Weshalb schlagen wir nicht unser Lager auf und schlafen eine Weile, ich bin, gääähhhn, schon ziemlich müde.“ „Na gut, wenn du meinst. Wir werden die nächsten Tage ja eigentlich noch genug Zeit mit fliegen verbringen. Ich habe übrigens vorhin einige Meter weiter ein kleines Häuschen gesehen, vielleicht können wir uns dort zum Schlafen einrichten. Komm mit.“ Silina schnappte sich im Flug ihr Bündel und schwebte pfeifend davon. Leo stampfte grummelnd hinterher.
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2 Kommentare:
i finges mega härzig, die gschicht! vilech hiuft dr jo iez s häxli wo ir stube hesch ufghänkt ou no ;)
ja, hoffentlech cha i us däm häxli chi inspiration zieh...
aber im momänt gits leider keni nöi iträg me, wöu pc isch haut geng no put.... :-(((
oder i chönnts natürlech vo hang schribe und es dir faxe das dus chasch abtippe... hihi... wär doch no öpis ;o))
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