„Also, als erstes brauchen wir einen Besenstiel und etwas, dass sich als Borsten eignet. Dann brauchen wir, äähhm, vielleicht Besenwurz, oder war es Fliegenpilz? Oder beides? Flügel einer Hummel können auch nicht schaden und Federn eines schnellen Vogels müssen auch dran.“ Leo versuchte ihre Unsicherheit dadurch zu verstecken, indem sie auf allen vieren den Waldboden nach den, ihr sinnvoll erscheinenden Naturalien absuchte. Die vertrauenswürdige Silina glaubte fest an die Hexenkunst ihrer Freundin und half ihr bei der Suche. Mit ihrer kleinen Säge, schnitt sie einen knorrigen Ast von einem grossen Baum, währenddessen Leo ein Bündel Reisig zusammensuchte und es geschickt zusammenband.
Besenwurz und Fliegenpilz liess sich nicht so einfach finden und so verbrachten sie den Rest des nachmittags tief über dem Waldboden gebeugt. Doch sie wurden tatsächlich fündig. Eine Hummel liess sich nicht einfangen, jedoch aber ein Schmetterling der es sich gerade auf einem mit Moos bewachsenen Stein bequem gemacht hatte. „Ich kann ihm die Flügel nicht ausreissen, bitte mach du.“ Silina sah verzweifelt vom Schmetterling zu Leo und wieder zurück. Doch auch Leo fühlte sich emotional nicht in der Lage dem armen Tier einen Flügel auszureissen. „Ich, ich... also, ich.. “ völlig verzweifelt liess sich Leo an den Stamm einer kleinen Tanne sinken. Die Erschütterung führte dazu, dass sich ein Zapfen löste und genau auf dem Stein mit dem Schmetterling landete. Dieser hatte leider das Pech, zwischen Stein und Zapfen zermantscht zu werden. Silina, die der Meinung war, Leo hätte das genau so geplant, war nun von den Fähigkeiten ihrer Freundin vorbehaltlos überzeugt und zweifelte nicht mehr am Gelingen ihres Vorhabens.Die Federn liessen sich in dem von Vögeln reich bewohnten Wald schnell finden und Leo war äusserlich bereit den Hexenbesen herzustellen. Innerlich war sie aber alles andere als glücklich das Wunder in Angriff zu nehmen und sie legte sich schon logische Ausreden bereit, um später das Nicht-fliegen-können des Besens zu rechtfertigen. Doch vorher wollte sie so gut es eben ging, die erfahrene Hexe spielen. Sie wies Silina in erhabenem Tonfall an, Feuerholz zu sammeln und damit ein kleines Feuer zu entfachen. Sie könnten ja später noch das Abendessen darauf zubereiten. Als nächstes schnitt Leo den Pilz, den Besenwurz und die Flügel des unglücklichen Schmetterlings klein und gab die Zutaten mit etwas Wasser in einen Topf. Diesen stellte sie in das Feuer und liess die aussergewöhnliche Suppe schön einkochen. Unterdessen band sie das Bündel Reisig an den Ast und steckte die Federn, hauptsächlich aus ästhetischen Gründen an den Besen. Die Flüssigkeit im Topf hatte sich mittlerweile etwas verdickt und grün verfärbt und somit für Leo an der Zeit auf den Besen geschmiert zu werden. Mit einem Stück altem Tuch begann sie damit den Besen von oben bis unten einzustreichen. Um dabei etwas hexenhafter zu wirken, murmelte sie so was wie einen Zauberspruch: „Fli, fla, flesen. Flieg hoch und schnell du zauberhafter Besen. Hui, di, da, trag uns von hier nach da. Ri, ra, rich, lass uns bitte nicht im Stich.“ Eigentümliche Blitze zuckten plötzlich vom Besen auf und Silina und Leo stürmten kreischen davon.
Montag, 27. August 2007
Sonntag, 26. August 2007
Kapitel 13
Die ersten Kilometer legten Leo und Silina meist schweigend zurück. Sie waren beide noch etwas in dem Zauber der erholsamen Nacht gefangen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und gegen Mittag war es so warm, dass sie sich dem Grossteil ihrer Kleidung entledigten, ohne aber bei prüden Waldbewohnern auf Missfallen zu stossen. Als die Sonne am höchsten stand, machten sie es sich im Schatten eines grossen und stummen Baumes gemütlich und verzehrten ein leichtes Mittagessen. Ihre Bäuche waren noch vom königlichen Frühstück gefüllt.
„Du, Silina, glaubst du, dass wir noch rechtzeitig beim Donnerberg ankommen damit ich den Regentanz vollziehen kann?“
„Also, mit dem jetzigen Tempo wird es wohl ziemlich eng werden, wir müssen unbedingt eine schnellere Art zu reisen finden! Kannst du nicht irgendeinen Zauber anwenden damit wir schneller und bequemer reisen können. Du bist schliesslich die Hexe hier!“
„Nun ja, um ganz ehrlich zu sein, bin ich in der Hexenkunde noch nicht so weit, ich hab es in der Schule in letzter Zeit etwas schleifen lassen. Und ausserdem glaube ich nicht, das wir Hexen so was überhaupt können. Zaubertricks sind eigentlich den Zauberern vorbehalten.“ Leo besuchte eigentlich zur Zeit die siebte Klasse der Hexenschule. Dort wurde hauptsächlich gelehrt, wie man Tinkturen und Heilmittel gegen Krankheiten herstellte und wie man sich als Hexe die Anerkennung der Mitmenschen durch richtige Haltung und einbisschen Einschüchterung erwarb. Doch da Leo wie gesagt etwas faul war, konnte sie bloss einige, nicht besonders wirkungsvolle Mittelchen gegen leichtes Unwohlsein brauen. Aber sie verfügte über ein erhebliches Geschickt, die Menschen stets im Glauben zu lassen, sie wäre eine richtige Vorzeigehexe. Leider nützte ihr das in ihrer momentanen Situation sehr wenig. Sie wollte Silina aber nicht wissen lassen, wie es um ihre Hexenkunst wirklich stand, deshalb fügte sie noch hinzu: „Nun ja, ich könnte ja versuchen, einen fliegenden Besen herzustellen.“
Es braucht wohl unerwähnt zu bleiben, dass diese Mitteilung der Geschichte eine spannende Wendung verleihen könnte.
„Du, Silina, glaubst du, dass wir noch rechtzeitig beim Donnerberg ankommen damit ich den Regentanz vollziehen kann?“
„Also, mit dem jetzigen Tempo wird es wohl ziemlich eng werden, wir müssen unbedingt eine schnellere Art zu reisen finden! Kannst du nicht irgendeinen Zauber anwenden damit wir schneller und bequemer reisen können. Du bist schliesslich die Hexe hier!“
„Nun ja, um ganz ehrlich zu sein, bin ich in der Hexenkunde noch nicht so weit, ich hab es in der Schule in letzter Zeit etwas schleifen lassen. Und ausserdem glaube ich nicht, das wir Hexen so was überhaupt können. Zaubertricks sind eigentlich den Zauberern vorbehalten.“ Leo besuchte eigentlich zur Zeit die siebte Klasse der Hexenschule. Dort wurde hauptsächlich gelehrt, wie man Tinkturen und Heilmittel gegen Krankheiten herstellte und wie man sich als Hexe die Anerkennung der Mitmenschen durch richtige Haltung und einbisschen Einschüchterung erwarb. Doch da Leo wie gesagt etwas faul war, konnte sie bloss einige, nicht besonders wirkungsvolle Mittelchen gegen leichtes Unwohlsein brauen. Aber sie verfügte über ein erhebliches Geschickt, die Menschen stets im Glauben zu lassen, sie wäre eine richtige Vorzeigehexe. Leider nützte ihr das in ihrer momentanen Situation sehr wenig. Sie wollte Silina aber nicht wissen lassen, wie es um ihre Hexenkunst wirklich stand, deshalb fügte sie noch hinzu: „Nun ja, ich könnte ja versuchen, einen fliegenden Besen herzustellen.“
Es braucht wohl unerwähnt zu bleiben, dass diese Mitteilung der Geschichte eine spannende Wendung verleihen könnte.
Samstag, 25. August 2007
Kapitel 12
Am nächsten Tag wurden unsere zwei Heldinnen durch die süsse Berührung von morgendlichen Sonnenstrahlen geweckt. Gähnend und streckend verliessen sie das Land der Träume und freuten sich einigermassen auf den neuen Tag.
„Guten Morgen Leo. Hast du auch so wunderbar geschlafen wie ich? Es kommt mir vor, als dauerte mein Schlaf hundert Jahre lang.“
„Morgen Silina, hmmm, ja du hast recht, ich fühl mich auch ausgesprochen erholt. Das muss wohl an diesem tollen Bett liegen.“ Genüsslich strich Leo über die samtige Decke und die weiche Matratze. In der Tat, das Bett war wirklich vom feinsten.
„So bequem dieses Bett auch ist, wir sollten uns wohl langsam wieder auf den Weg machen. Wir haben schliesslich noch etliche Kilometer vor uns!“ langsam schälte sich Silina aus den Daunen und richtete ihre Kleider.
„Guten Morgen meine Damen, ich hoffe, ihr hattet eine geruhsame Nachtruhe. Falls ihr Hunger habt, im ersten Stock findet ihr eine Küche wo ihr gerne ein Morgenessen zaubern könnt.“
„Guten Morgen liebe Luche, vielen Dank, wir haben geschlafen wie im Himmel. Das war wirklich sehr nett von dir, uns Obdach zu gewähren. Ähm, kostet das den auch was?“
„Har, har, nein nein, ihr ward Gäste in meinem Stamm und müsst mir natürlich nichts dafür geben. Ausser eurem Versprechen, das ihr mich bald wieder besuchen kommt. Denn ihr ward wirklich ein sehr netter Besuch!“ Silina und Leo erröteten leicht, versprachen zurückzukommen falls es irgendwie geht und machten sich auf den Weg in die Küche um schnell ein Morgenessen zuzubereiten, denn sie hatten beide einen Bärenhunger.
Nachdem sie sich mit Waffeln mit Luchensirup, Eiern, Speck und je einem Apfel verköstigt, und nachdem sie die Küche nach ihrem Angriff wieder gereinigt hatten, schnappten sie sich ihre Bündel und machten sich bereit zum Aufbruch.
„Also, liebe Luche, wir müssen jetzt leider gehen. Doch nochmals herzlichen Dank für deine Gastfreundschaft. Es war wirklich toll bei dir. Und das nächste mal kommen wir mit etwas mehr Geld zu dir damit wir auch was schönes bei dir kaufen können. Bis dahin, mach’s gut!“ Winkend verliessen die zwei den Stamm und versuchten sich draussen zu orientieren. Die Luche wies ihnen netterweise den richtigen Weg und so konnten sie sich wieder auf ihre Wanderschaft machen.
„Guten Morgen Leo. Hast du auch so wunderbar geschlafen wie ich? Es kommt mir vor, als dauerte mein Schlaf hundert Jahre lang.“
„Morgen Silina, hmmm, ja du hast recht, ich fühl mich auch ausgesprochen erholt. Das muss wohl an diesem tollen Bett liegen.“ Genüsslich strich Leo über die samtige Decke und die weiche Matratze. In der Tat, das Bett war wirklich vom feinsten.
„So bequem dieses Bett auch ist, wir sollten uns wohl langsam wieder auf den Weg machen. Wir haben schliesslich noch etliche Kilometer vor uns!“ langsam schälte sich Silina aus den Daunen und richtete ihre Kleider.
„Guten Morgen meine Damen, ich hoffe, ihr hattet eine geruhsame Nachtruhe. Falls ihr Hunger habt, im ersten Stock findet ihr eine Küche wo ihr gerne ein Morgenessen zaubern könnt.“
„Guten Morgen liebe Luche, vielen Dank, wir haben geschlafen wie im Himmel. Das war wirklich sehr nett von dir, uns Obdach zu gewähren. Ähm, kostet das den auch was?“
„Har, har, nein nein, ihr ward Gäste in meinem Stamm und müsst mir natürlich nichts dafür geben. Ausser eurem Versprechen, das ihr mich bald wieder besuchen kommt. Denn ihr ward wirklich ein sehr netter Besuch!“ Silina und Leo erröteten leicht, versprachen zurückzukommen falls es irgendwie geht und machten sich auf den Weg in die Küche um schnell ein Morgenessen zuzubereiten, denn sie hatten beide einen Bärenhunger.
Nachdem sie sich mit Waffeln mit Luchensirup, Eiern, Speck und je einem Apfel verköstigt, und nachdem sie die Küche nach ihrem Angriff wieder gereinigt hatten, schnappten sie sich ihre Bündel und machten sich bereit zum Aufbruch.
„Also, liebe Luche, wir müssen jetzt leider gehen. Doch nochmals herzlichen Dank für deine Gastfreundschaft. Es war wirklich toll bei dir. Und das nächste mal kommen wir mit etwas mehr Geld zu dir damit wir auch was schönes bei dir kaufen können. Bis dahin, mach’s gut!“ Winkend verliessen die zwei den Stamm und versuchten sich draussen zu orientieren. Die Luche wies ihnen netterweise den richtigen Weg und so konnten sie sich wieder auf ihre Wanderschaft machen.
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